
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Was ist eigentlich Theaterpädagogik?
Theaterpädagogik ist eine Symbiose aus der Kunst des Theaterspiels und der Vermittlung des Theaterspielens. Theater zu spielen und zu machen ist kreativ, spielerisch, experimentell – und immer Teamarbeit. Das Theaterspiel fördert persönliche und soziale Kompetenzen durch Erfahrungen im gestalterischen Ausdruck und durch die Gruppendynamik. Als soziale Kunstform ermöglicht sie Menschen jeden Alters, unabhängig von Bildungsgrad oder Herkunft, den Zugang zum Theater – und eröffnet neue Wege in der Sprachvermittlung sowie in der interkulturellen und inklusiven Arbeit.
Was bedeutet BuT?
Die Abkürzung BuT steht für „Bundesverband Theaterpädagogik“. Das ® bei den Berufsbezeichnungen „Theaterpädagoge/-in BuT®“ weist darauf hin, dass diese geschützte Marken sind; ihr Tragen ist eingetragenes Urheberrecht des Bundesverbandes und darf ausschließlich durch diesen vergeben werden. Der BuT wurde 1990 als Fachverband gegründet und vertritt die Theaterpädagogik als Fachdisziplin der kulturellen und beruflichen Bildung in Deutschland. Da wir nach den Rahmenrichtlinien des Bundesverbandes unterrichten, können unsere Absolvent/-innen nach erfolgreichem Abschluss (1.950 UE) das bundesweit anerkannte Zertifikat „Theaterpädagoge/-in BuT® mit interkultureller Kompetenz“ erhalten. Auch eine Anerkennung als sozialpädagogische Fachkraft ist mit unserem Abschluss möglich (Berlin: § 11 Abs. 3 Nr. 1 VOKitaFöG und § 16 Abs. 3 Nr. 1 SchüFöVO). Weitere Informationen: www.butinfo.de
Was sind die Arbeitsfelder der Theaterpädagogik?
Theaterpädagogik findet an Theatern, in Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Jugendzentren, Seniorenheimen, kirchlichen und Freizeiteinrichtungen sowie an Volkshochschulen, in theaterpädagogischen Zentren, Krankenhäusern, Rehabilitations- und Therapiezentren, heilpädagogischen Einrichtungen, Behinderteneinrichtungen und Institutionen der Aus-, Fort- und Weiterbildung statt.
Wo und wie kann ich mit dem Abschluss arbeiten?
Die Einsatzfelder sind vielfältig – ökonomisch (Marketing, Coaching, berufliche Bildung in Wirtschaft und Industrie, Events), künstlerisch (Theater, freie Theatergruppen, Amateurtheater, theaterpädagogische Zentren, Museen), pädagogisch (Kindergärten, Schulen, Hochschulen, kulturelle Bildungseinrichtungen) und sozial (Jugend-, Bürger- und Kulturzentren, Krankenhäuser, Rehabilitation und Sozialtherapie). Inzwischen gibt es bundesweit viele Festanstellungen; an allen großen Theatern existiert eine theaterpädagogische Abteilung. Da auch freiberufliche Tätigkeit üblich ist, bereiten wir Sie gut auf die Selbstständigkeit vor.
Wie lange dauert die Weiterbildung?
Die Weiterbildung zum/zur Theaterpädagogen/-in BuT® mit interkultureller Kompetenz dauert 13 Monate in Vollzeit (Montag bis Freitag, 09:00–16:00 Uhr). In dieser Zeit vermitteln wir 1.950 Unterrichtseinheiten (UE), von denen 300 UE als Praktikum in einer externen Einrichtung absolviert werden. Wir bieten auch die einzelnen Module „Grundlagen Theaterpädagogik BuT“ und „Aufbau Theaterpädagogik BuT“ an – jeweils mit der Zusatzqualifikation „mit interkultureller Kompetenz“.
Was kostet die Weiterbildung und gibt es eine Förderung?
Die vollumfängliche Weiterbildung kostet insgesamt 15.757,50 €. ALG-I- und ALG-II-Bezieher/-innen können sie über einen Bildungsgutschein oder einen Rehabilitationsantrag bei der Deutschen Rentenversicherung fördern lassen. Selbstzahler/-innen sind herzlich willkommen; Ratenzahlung ist möglich.




